Vier weitere Randnotizen

Regenschwer beugen sich die Blütenzweige des Weissdorns. – Es gibt einen Impftermin und allerlei Übergangserscheinungen. Also vier weitere Randnotizen.

Nicht wirklich über den Erlenzeisig

Die Steuererklärung: Denn die kommt nun auch gerade ins Haus als eine erste Erinnerung an die staatsbürgerliche Pflicht. Das ist auch keine grosse Sache. Ich zahle gerne Steuern, also jedenfalls grundsätzlich.
Mit der Steuererkärung kommt die behördliche Demütigung.

IV. Lockerungsübung

Am Freitag war es so weit. Am Freitag im Homeoffice riefen all jene an, die nun bald wieder arbeiten gehen wollen. Termine für die Kinder, Termine für einen selbst. Sogar die Krankenkasse rief an und fragte, wie es mir gehe in dieser Zeit. Gut, sagte ich, mir gehe es gut. Ob sie aus dem Homeoffice anrufe? Wie es ihr gehe?

I. Krisenzeit – Novellenzeit

Womit beginnt ein Literaturwissenschaftler einen Text in Zeiten der Covid 19-Pandemie? Am besten so, wie jeder dieser Texte beginnen sollte: mit dem Bekenntnis, tief von der solidarischen Vernunft der Mehrheit berührt zu sein, und nicht zuletzt mit der Feststellung, dass alle Mitarbeitenden im eigenen Verantwortungsbereich – der Forschungsstelle Jeremias Gotthelf – und, soviel ich sehe, auch überall sonst an der Universität mit unglaublicher Gelassenheit, Kreativität und Einsatzbereitschaft die neuen Arbeitsformen angenommen haben …